Tangie Bild

Tangie

Diese Cannabis Sorte vereint eine faszinierende Genetik mit einem unverwechselbaren Aroma. Tangie ist photoperiodisch und besticht durch ihre sativadominante Abstammung. Die Entwicklung dieser Linie begann in den 1990er-Jahren mit dem Ziel, die intensive Zitrusaromatik der legendären Tangerine Dream wiederzubeleben. Durch Kreuzung von California Orange (Cali-O) und Skunk entstand ein Hybrid mit einem ausgewogenen Profil.

Die Genetik weist einen Sativa-Anteil von 70 % und einen Indica-Anteil von 30 % auf. Der THC-Gehalt liegt typischerweise zwischen 18 und 22 %, während der CBD-Gehalt gering ist. Diese Kombination macht Tangie zu einer begehrten Sorte für Liebhaber belebender Effekte. Züchter legten Wert auf eine Pflanze, die sowohl im Indoor- als auch im Outdoor-Anbau überzeugt.

Genetik

Tangie entstammt einer sorgfältigen Züchtung, die auf bewährten Genlinien basiert. California Orange, auch Cali-O genannt, liefert die charakteristische Zitrusaromatik. Skunk trägt zur Stabilität und Harzproduktion bei. Die Züchter von DNA Genetics in Amsterdam wollten eine Sorte schaffen, die die Aromen der Tangerine Dream einfängt. Diese ursprüngliche Sativa-Sorte war in den 1990er-Jahren sehr beliebt, jedoch schwer zu kultivieren. Tangie ist eine verbesserte Version, die leichter anzubauen ist und gleichzeitig die begehrten Aromen beibehält. Die genetische Zusammensetzung von 70 % Sativa und 30 % Indica beeinflusst Wachstumsmuster und Wirkung. Sativa-dominante Sorten neigen zu einem höheren Wachstum und einer längeren Blütezeit, während Indica-Anteile für eine kompaktere Struktur und schnellere Reifung sorgen.

Ein THC-Gehalt von bis zu 20 % macht Tangie zu einer potenten Sorte, die eine starke psychoaktive Wirkung entfaltet. Der CBD-Gehalt ist hingegen vernachlässigbar.

Pflanzenmerkmale

Die Sorte Tangie präsentiert markante optische Merkmale. Blüten sind überwiegend grün, durchzogen von leuchtenden orangen und gelben Akzenten, die sich besonders in den Blütenkronen abheben. Harzbesatz ist dicht und frostig, bedeckt Blüten vollständig und verleiht ihnen einen glitzernden, kristallinen Effekt. Härchen sind gelb-orangefarben und kontrastieren stark mit dem grünen Grund. Blätter sind grün, gezähnt und tragen feine, orangefarbene Haare an den Rändern. Auffällig sind die intensiven Farbverbindungen der Blüten sowie der reichliche Harzbesatz, der die Pflanze charakteristisch macht.

Die Struktur der Buds ist dicht und kompakt, mit mehreren Haupttrieben, die sich zu kräftigen Colas entwickeln. Internodienabstände sind relativ groß, was gute Belüftung und Lichtdurchdringung ermöglicht. Blätter sind schmal und fingerförmig, typisch für Sativa-Sorten.

Anbau

Tangie ist sowohl für Indoor- als auch für Outdoor-Anbau geeignet, erfordert jedoch etwas Erfahrung. Der Schwierigkeitsgrad wird als mittel bis anspruchsvoll eingestuft. Die Pflanze benötigt eine lange Vegetationsphase, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Die Blütezeit beträgt etwa 60–65 Tage. Im Indoor-Bereich erreicht Tangie eine Höhe von 80–120 cm, kann aber durch Training (z. B. Low Stress Training oder Topping) kontrolliert werden. Outdoor kann die Pflanze bis zu 150–190 cm hoch werden. Der Ertrag liegt im Indoor-Bereich bei 450–550 g/m², während er im Outdoor-Bereich bis zu 650–700 g pro Pflanze betragen kann.

Tangie neigt zu starkem Stretch in der Blütephase, daher ist ein frühzeitiges Training empfehlenswert. Die Pflanze benötigt eine stabile Luftfeuchtigkeit von 40–60 % in der Blütephase und gute Belüftung, um Schimmelbildung vorzubeugen. Der Nährstoffbedarf ist mittel bis hoch, wobei auf eine Überdüngung geachtet werden muss.

Keimung und Pflege

Die Keimung von Tangie kann problemlos mit der Papierhandtuchmethode, Jiffy-Töpfen oder durch direktes Einsetzen der Samen in das Substrat erfolgen. Optimale Temperaturen für die Keimung liegen zwischen 22 und 25 °C. Nach dem Keimen sollten Sämlinge sparsam bewässert werden, um Staunässe zu vermeiden. Ein hochwertiges Substrat mit guter Drainage ist entscheidend. Eine Mischung aus Torfmoos, Kompost, Perlit und Vermiculit hat sich bewährt. In der frühen Wachstumsphase benötigen Pflanzen moderate Lichtintensität. LED-Growlampen mit blauem Spektrum fördern gesundes Wachstum.

Typische Anfängerfehler sind Überwässerung, Überdüngung und unzureichende Belüftung. Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf Schädlinge und Krankheiten ist wichtig.

Ernte und Verarbeitung

Reifeindikatoren für Tangie sind die Farbe der Trichome und der Geruch der Blüten. Wenn Trichome überwiegend bernsteinfarben sind (ca. 50–70 % milchige Trichome, Rest klar), ist der optimale Zeitpunkt für die Ernte erreicht. Der Trim-Aufwand ist moderat, da Blätter relativ schmal sind. Getrocknete Blüten sollten langsam bei 18–22 °C und 45–55 % Luftfeuchtigkeit getrocknet werden. Eine Trocknungsdauer von 1–2 Wochen ist empfehlenswert.

Anschließend sollte das Material für 4–8 Wochen in luftdichten Gläsern gecurt werden, um das Aroma zu optimieren. Tägliche Belüftung der Gläser in der ersten Woche fördert die Reifung des Aromas. Die Bag Appeal von Tangie ist hoch, dank dichter, harziger Knospen und leuchtender Farben.

Wirkung

Konsumenten beschreiben Tangie als stark belebend und euphorisierend. Die Wirkung setzt schnell ein und hält 2–4 Stunden an. Primäre mentale Wirkung ist stimmungsaufhellend und kreativitätssteigernd. Die Pflanze kann Konzentration fördern und Motivation steigern. Körperlich entfaltet Tangie eine leichte entspannende Wirkung, ohne jedoch sedierend zu wirken.

Typische Nutzerberichte beschreiben ein Gefühl von Glückseligkeit und Energie. Mögliche Nebenwirkungen sind trockener Mund, trockene Augen und in seltenen Fällen leichte Paranoia bei hohen Dosen oder empfindlichen Personen. Die Sorte eignet sich am besten für den morgendlichen oder tagsüber Gebrauch, da sie Aktivität und Kreativität fördert.

Aroma

Tangie zeichnet sich durch ein komplexes und intensives Terpenprofil aus, das für ihr unverwechselbares Aroma verantwortlich ist. Das primäre Aromaprofil ist von säuerlichen Zitrusnoten geprägt, die an Orange, Mandarine, Zitrone und Grapefruit erinnern. Sekundäre Aromen sind fruchtig-süß (Ananas, Bonbon, leicht karamellig), würzig-pfeffrig (durch Caryophyllen) und blumig (durch Linalool).

Geschmack ist ähnlich komplex wie das Aroma, mit einer dominanten Zitrusnote und leichter Süße. Im verbrannten Zustand ist das Aroma kräftig und harzig, mit einer langen, süßlichen Nachwirkung. Der Aschegeschmack ist gering, kann aber bei Überhitzung leicht bitter werden.

Terpene

Das Terpenprofil von Tangie ist reich an Limonen, Beta-Myrcen, Pinen, Beta-Caryophyllen, Linalool und Camphen. Limonen ist das dominierende Terpen und verleiht der Sorte ihren charakteristischen Zitrusduft. Es wird eine stimmungsaufhellende, angstlösende und belebende Wirkung zugeschrieben. Beta-Myrcen trägt zu einer entspannenden Wirkung bei, während Pinen die Konzentration fördern kann. Beta-Caryophyllen hat entzündungshemmende Eigenschaften und bindet an CB2-Rezeptoren. Linalool wirkt beruhigend und angstlösend, während Camphen antioxidative und leicht schmerzlindernde Eigenschaften besitzt.

Terpen Aroma Mögliche Wirkung (nicht wissenschaftlich bestätigt)
Limonen Zitrus, Orange, Mandarine Stimmungsaufhellend, angstlösend, belebend
Beta-Myrcen Erdiger, moschusartig Entspannend, sedierend (in hohen Konzentrationen)
Pinen Kiefer, frisch Entzündungshemmend, konzentrationsfördernd
Beta-Caryophyllen Würzig, pfeffrig Schmerzlindernd, entzündungshemmend (bindet an CB2-Rezeptoren)
Linalool Blumig, Lavendel Beruhigend, angstlösend
Camphen Moschusartig, holzig Antioxidativ, leicht schmerzlindernd

Die Kombination dieser Terpene verleiht Tangie ein einzigartiges Aroma und eine vielseitige Wirkung.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Intensives Zitrusaroma
  • Belebt und euphorisierend
  • Hohe Erträge
  • Visuell ansprechende Blüten
  • Gut für kreative Tätigkeiten
  • Sativa-dominante Wirkung

Nachteile

  • Benötigt etwas Anbauerfahrung
  • Anfällig für Schimmel bei hoher Luftfeuchtigkeit
  • Lange Blütezeit
  • Kann bei hohen Dosen Paranoia auslösen
  • Trockene Luft kann Spinnmilben begünstigen

Zusammenfassung

Tangie ist eine zeitlose Sativa-Legende, die durch ihr intensives Aroma, hohe Erträge und belebende Wirkung überzeugt. Sie eignet sich sowohl für erfahrene Grower als auch für Einsteiger mit etwas Geduld und ist eine der beliebtesten Sorten in der Cannabis-Kultur. Durch ihre Vielseitigkeit (Indoor/Outdoor) und anpassungsfähige Genetik bleibt sie ein Klassiker mit modernem Flair. Diese Sorte ist besonders gut geeignet für Grower, die eine potente Sativa mit einem einzigartigen Aroma und einer starken Wirkung suchen. Die Pflanze erfordert zwar etwas Erfahrung, belohnt den Anbauer jedoch mit einem hochwertigen Produkt und einem unvergesslichen Geschmackserlebnis.

Tangie Blüte

Tangie - Details

Zusammensetzung: Sativa 70% Indica 30%
Eltern: California Orange x Skunk
Blütentyp: Photoperiodisch
Geeignet für: Growbox, Indoor, Outdoor
Anbau-Schwierigkeitsgrad: Mittel
THC: Bis zu 20 %
CBD: Niedrig, < 1 %
Geschmack / Aroma: Ananas, Fruchtig, Süßigkeit, Zitrus
Wirkung: Aufmunternd, Fokus
Terpene: Limonen, Beta-Myrcen, Pinen, Beta-Caryophyllen, Linalool, Camphen
Blüte: 9-10 Wochen
Erntezeit: Ende September/Oktober
Höhe (Indoor): 80 - 120 cm
Höhe (Outdoor): 150 - 190 cm
Ertrag (Indoor): 450-550 g/m²
Ertrag (Outdoor): 650-700 g je Pflanze
Marke: Royal Queens Seeds
Klassifizierung: Feminisiert

FAQs zu Tangie

Wie hoch ist der THC-Gehalt in »Tangie« und welche Wirkung kann ich erwarten?

Dieser Hybrid weist typischerweise einen THC-Gehalt zwischen 18 und 22 % auf. Du kannst eine starke, belebende und euphorisierende Wirkung erwarten, die stimmungsaufhellend, kreativitätssteigernd und motivierend wirkt. Körperlich ist die Wirkung leicht entspannend, jedoch nicht sedierend.

Welchen Schwierigkeitsgrad hat der Anbau von »Tangie« und was sollte ich beachten?

Der Anbau dieser Sorte wird als mittel bis anspruchsvoll eingestuft. Sie benötigt eine lange Vegetationsphase und eine Blütezeit von etwa 60–65 Tagen. Achte auf starkes Strecken in der Blütephase, eine stabile Luftfeuchtigkeit (40–60 %) und gute Belüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Was ist das Terpenprofil von »Tangie« und wie beeinflusst es den Geschmack und die Wirkung?

Das Terpenprofil dieser Sativa ist reich an Limonen, Beta-Myrcen, Pinen, Beta-Caryophyllen, Linalool und Camphen. Limonen dominiert und verleiht das intensive Zitrusaroma. Diese Terpenkombination sorgt für eine stimmungsaufhellende, angstlösende und belebende Wirkung, ergänzt durch entspannende und konzentrationsfördernde Effekte.

Wie lange dauert es, bis ich nach der Ernte von »Tangie« ein optimales Aroma erhalte?

Nach dem Trocknen der Blüten (1–2 Wochen bei 18–22 °C und 45–55 % Luftfeuchtigkeit) ist ein Cure von 4–8 Wochen in luftdichten Gläsern empfehlenswert. Tägliche Belüftung der Gläser in der ersten Woche fördert die Reifung des Aromas und maximiert das Geschmackserlebnis.

Welche Genetik steckt hinter dieser Sorte und was macht sie so besonders?

Diese Sorte entstand aus der Kreuzung von California Orange (Cali-O) und Skunk, mit dem Ziel, die intensive Zitrusaromatik der legendären Tangerine Dream wiederzubeleben. Die 70% Sativa / 30% Indica Genetik kombiniert die Aromenvielfalt mit Stabilität und Harzproduktion.

Nutze den Inhalt dieser Seite direkt in deiner bevorzugten KI.