White Widow Bild

White Widow

White Widow ist eine weltbekannte Cannabis-Sorte, die seit Jahrzehnten in der Cannabiszene etabliert ist. Ihre Ursprünge liegen vermutlich in den 1990er-Jahren in den Niederlanden, wo sie aus der Kreuzung verschiedener Landrassen entstand. Züchter strebten eine Pflanze mit hoher Harzproduktion und einem ausgewogenen Wirkungsprofil an. Diese genetische Kombination schuf eine Sorte, die sowohl bei Anbauern als auch bei Konsumenten beliebt ist.

White Widow hat zahlreiche Preise gewonnen und einen festen Platz in der Cannabis-Geschichte eingenommen. Sie zeichnet sich durch ihre robuste Natur, hohe Erträge und das charakteristische, frostige Aussehen der Blüten aus. Sie ist ein Beispiel für die erfolgreiche Kreuzung von Indica- und Sativa-Genetik, die das Beste aus beiden Welten vereint.

Genetik

Die Sorte vereint die Eigenschaften von 50 % Cannabis sativa und 50 % Cannabis indica. Zu den Elternlinien gehört vermutlich eine brasilianische Sativa-Landrasse, bekannt für ihre stimulierende Wirkung. Eine weitere Elternlinie ist eine harzreiche Indica-Sorte aus den Bergen Südindiens, die für ihre entspannende Wirkung und hohe Harzproduktion selektiert wurde. Die Linie White Widow S1 steht für stabile und reproduzierbare Genetik, die eine gleichbleibende Qualität der Nachkommen gewährleistet. Durch die Kreuzung dieser Landrassen entstand ein Hybrid, der sowohl die Wachstumsmerkmale der Sativa als auch die entspannende Wirkung der Indica aufweist.

Der THC-Gehalt liegt typischerweise zwischen 19 und 22 %, während der CBD-Gehalt eher niedrig ist. Die S1-Linie bietet Anbauern eine zuverlässige Grundlage für die Vermehrung und den Anbau dieser legendären Sorte.

Pflanzenmerkmale

Die Pflanze zeigt dichte, frostartige Blüten mit überwiegend weißen Pistillen, die von einem reichhaltigen Harzbesatz umhüllt sind. Ein glänzender Harzbesatz bedeckt Blüten und Blätter in einem kristallinen Schleier, der der Pflanze ein schneebedecktes Aussehen verleiht. Lange, weiße Härchen (Trichome) sind besonders dicht und prägen das charakteristische, schneebedeckte Erscheinungsbild.

Blätter sind leuchtend grün mit scharfen, gezackten Rändern und wirken frisch und gesund. Die Kombination aus weißen Trichomen und grünen Blättern erzeugt einen starken visuellen Kontrast.

Blüten selbst weisen eine Mischung aus weißlichen und grünen Tönen auf, wobei der Harzbesatz einen intensiven Glanz erzeugt, typisch für White Widow. Durch die dichte Trichombedeckung und den kontrastreichen Farbverlauf strahlt die Pflanze eine auffällige, frostige Optik aus.

Wuchsform ist typischerweise buschig und kompakt, mit einem starken Haupttrieb und zahlreichen Seitentrieben. Die Buds sind dicht und kolbenförmig, was auf eine hohe Blütenmasse hindeutet. Ihre Blütenfarbe variiert von hellgrün bis leicht violetten Tönen, abhängig von Umweltbedingungen und Reife. Trichom-Dichte ist extrem hoch, was zu einem glänzenden, frostigen Aussehen führt. Harzproduktion ist bemerkenswert, was die Sorte ideal für die Herstellung von Haschisch und Konzentraten macht.

Internodienabstand ist moderat, was eine gute Belüftung und Lichtdurchdringung ermöglicht. Die Blattstruktur ist breit und fingerartig, typisch für Hybridsorten. Diese Morphologie trägt zur effizienten Photosynthese und somit zum Wachstum der Pflanze bei.

Anbau

Diese Sorte ist sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau geeignet. Anfänger schätzen sie aufgrund ihrer Robustheit und einfachen Handhabung. Der Lebenszyklus der photoperiodischen Pflanze erstreckt sich über etwa 8–10 Wochen Blütezeit nach einer Vegetationsphase von 4–6 Wochen. Im Indoor-Anbau erreicht die Pflanze eine Höhe von 60–100 cm, im Freien bis zu 150–190 cm. Empfohlene Topfgrößen liegen bei 11–15 Litern für den Indoor-Anbau.

Stretch-Verhalten ist moderat, die Pflanze wächst während der Blütephase also nicht übermäßig in die Höhe. Trainingsmethoden wie Low-Stress Training (LST) können eingesetzt werden, um die Pflanze zu formen und die Lichtdurchdringung zu verbessern. Die Pflanze ist klimatolerant, Temperaturen zwischen 18 und 28 °C sind optimal. Der Nährstoffbedarf ist moderat, ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium ist wichtig. Die Pflanze ist relativ resistent gegen Schimmel und Schädlinge, kann aber bei hoher Luftfeuchtigkeit anfällig für Botrytis sein.

Keimung und Pflege

Critical Samen keimen am besten in einem feuchten Papierhandtuch oder in Jiffy-Töpfen bei einer Temperatur von 20–25 °C. Nach dem Schlüpfen des Keimlings sollte er vorsichtig in ein leichtes Substrat gepflanzt werden. Die erste Bewässerung sollte sparsam erfolgen, um Staunässe zu vermeiden. In der frühen Phase benötigt der Keimling nur wenig Nährstoffe, ein leichter Wachstumsdünger ist ausreichend.

Die Wahl des Substrats ist wichtig, eine Mischung aus Torfmoos, Perlit und Vermiculit ist ideal. Die Lichtintensität sollte in der frühen Phase moderat sein, um den Keimling nicht zu stressen. Typische Anfängerfehler sind Überwässerung, zu viel Dünger und unzureichende Lichtversorgung. Eine sorgfältige Beobachtung der Pflanze und eine Anpassung der Pflege entsprechend ihren Bedürfnissen sind entscheidend für einen erfolgreichen Start.

Ernte und Verarbeitung

Reifeindikatoren sind das Verfärben der Trichome von klar zu milchig und bernsteinfarben. Trim-Aufwand ist moderat, da die Blüten dicht und mit vielen kleinen Blättern bedeckt sind. Eine Trocknung sollte langsam und kontrolliert bei einer Temperatur von 18–22 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 50–60 % erfolgen.

Das Curing in luftdichten Gläsern über einen Zeitraum von 2–4 Wochen entwickelt das volle Aroma und die Wirkung. Das Aroma entwickelt sich von einem frischen, harzigen Duft zu einem komplexen Bouquet mit erdigen, würzigen und fruchtigen Noten. Die Bag Appeal ist hoch, da die Blüten dicht, frostig und mit einem intensiven Glanz bedeckt sind.

Wirkung

Ihre Wirkung ist ausgewogen, mit sowohl mentalen als auch körperlichen Effekten. Sie wirkt mental erhebend, euphorisierend und kreativitätsfördernd, während sie körperlich entspannend und beruhigend ist. Die Wirkungskurve beginnt relativ schnell mit einem Gefühl der Energie und Euphorie, das sich dann in eine tiefe Entspannung ausweitet.

Die Wirkung dauert etwa 4–6 Stunden, abhängig von der Dosis und der individuellen Toleranz. Nutzer berichten typischerweise von Glückseligkeit, Kreativität und Entspannung. Mögliche Nebenwirkungen sind trockener Mund, trockene Augen und in seltenen Fällen Angstzustände bei hohen Dosen.

Aroma

Aromaprofil ist süßlich-cannabisartig mit fruchtigen Untertönen. Der Geschmack ist komplex und vielschichtig, mit Noten von Erde, Kiefer und Gewürzen. Unterschiede zwischen trockenem und verbranntem Material sind deutlich erkennbar, wobei das Verdampfen die Terpene besser erhält. Die Tiefe des Terpenprofils ist bemerkenswert, mit einer Vielzahl von Aromastoffen, die zum einzigartigen Geschmackserlebnis beitragen. Im Vergleich zu modernen Hybriden weist die Sorte ein klassisches, authentisches Aroma auf.

Terpene

Dominante Terpene sind Myrcen, Pinen und Caryophyllen. Myrcen trägt zu den entspannenden Eigenschaften bei, Pinen fördert die Konzentration und Caryophyllen wirkt schmerzlindernd. Diese Kombination von Terpenen verstärkt die synergistische Wirkung der Cannabinoide und trägt zu einem ausgewogenen, intensiven High bei. Die Terpenprofile variieren je nach Anbau und Curing, was zu unterschiedlichen Aromen und Wirkungen führen kann.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Robust und einfach anzubauen
  • Hoher Ertrag
  • Ausgewogene Wirkung
  • Intensives Aroma
  • Hohe Harzproduktion
  • Geeignet für Anfänger

Nachteile

  • Anfällig für Schimmel bei hoher Luftfeuchtigkeit
  • Kann bei hohen Dosen Angstzustände auslösen
  • Benötigt ausreichend Platz

Zusammenfassung

White Widow ist eine zeitlose Klassiker-Sorte, die durch ihre robuste Genetik, hohe Erträge und vielseitige Wirkung überzeugt. Sie vereint die besten Eigenschaften von Indica und Sativa und ist sowohl für den medizinischen Gebrauch als auch für den Freizeitkonsum geeignet. Ihre einfache Handhabung macht sie zu einer idealen Wahl für Anfänger, während erfahrene Anbauer von den hohen Erträgen und dem intensiven Aroma profitieren. White Widow ist ein Beispiel für die erfolgreiche Zucht von Cannabis-Sorten, die das Beste aus beiden Welten vereint.

White Widow Blüte

White Widow - Details

Zusammensetzung: 50% Indica / 50% Sativa
Eltern: Brasilianische Sativa x Indische Indica
Blütentyp: Photoperiodisch
Geeignet für: Growbox, Outdoor
Anbau-Schwierigkeitsgrad: Einfach
THC: Bis zu 22%
CBD: Niedrig
Geschmack / Aroma: Süß, Fruchtig, Kiefer, Würzig, Pfeffer
Wirkung: Erhebend, Energiegeladen, Gesprächig, Euphorisch
Terpene: Mycren, Pinen, Caryophyllen
Blüte: 8-10 Wochen
Erntezeit: Anfang Oktober
Höhe (Indoor): 60 - 100 cm
Höhe (Outdoor): 150 - 190 cm
Ertrag (Indoor): 450 - 500 g/m²
Ertrag (Outdoor): 550 - 600 g je Pflanze
Marke: Royal Queen Seeds
Klassifizierung: Feminisiert

FAQs zu White Widow

Wie hoch ist der THC-Gehalt in dieser Sorte?

Der THC-Gehalt dieser Sorte liegt typischerweise zwischen 19 und 22 %. Dies führt zu einer starken, aber ausgewogenen Wirkung, die sowohl euphorisch als auch entspannend sein kann.

Für welche medizinischen Anwendungen könnte »White Widow« geeignet sein?

Aufgrund ihres Wirkungsprofils wird dieser Hybrid oft zur Linderung von Stress, Angstzuständen und Schlaflosigkeit eingesetzt. Die schmerzlindernden Eigenschaften können bei chronischen Schmerzen ebenfalls von Vorteil sein.

Wie lange dauert die Blütezeit beim Anbau dieser Sorte?

Die Blütezeit dieser photoperiodischen Pflanze beträgt etwa 8–10 Wochen nach einer Vegetationsphase von 4–6 Wochen. Eine sorgfältige Überwachung der Trichome ist entscheidend für den optimalen Erntezeitpunkt.

Welches Aroma kann man von dieser Sorte erwarten?

Das Aromaprofil dieser Sorte ist süßlich-cannabisartig mit fruchtigen Untertönen. Beim Verdampfen oder Rauchen entfalten sich komplexe Noten von Erde, Kiefer und Gewürzen.

Ist diese Sorte für Anfänger im Anbau geeignet?

Ja, diese Sorte ist aufgrund ihrer Robustheit und einfachen Handhabung besonders für Anfänger im Cannabis-Anbau geeignet. Sie ist relativ tolerant gegenüber kleineren Anbaufehlern.

Nutze den Inhalt dieser Seite direkt in deiner bevorzugten KI.